Lerntipps - nicht nur für Sprachreisen geeignet

Der Schwerpunkt von Sprachreisen für Kinder liegt auf dem Sprechen und Verstehen der Sprache. Ob Englisch, Französisch oder Spanisch - um diesem Schwerpunkt gerecht zu werden, bedarf es einiger einfallsreicher Methoden. Und diese sind nicht nur auf Sprachreisen ein gutes Mittel Kindern die Freude am Lernen einer Fremdsprache zu erhalten.

Lerntipps für Kinder

In der Gruppe brainstormen und mindmappen

Die Methode der Gruppen- oder Partnerarbeit wird auch in der Schule noch recht häufig angewendet. Doch bei der Sprachreise werden dann selten Texte erarbeitet oder Gruppenreferate gehalten. Stattdessen gibt es einen großen Zettel auf den alle Kinder der Gruppe munter drauflos schreiben.

Zum Beispiel werden so Themen für die nächste Stunde gefunden, eine Aktivität reflektiert oder Sammlungen von Begriffen zu bestimmten Themen erstellt. Brainstorming wird diese Arbeitsweise genannt. Ein weiterführender Schritt ist es dann eine Wortsammlung zu strukturieren. Dies geschieht mithilfe des Mindmappings. Dabei steht ein Oberbegriff in der Mitte und die anderen werden thematisch sortiert drum herum geschrieben und durch Linien, die sogenannten Äste, mit der Mitte verbunden.

Diese Mindmap ist sehr übersichtlich und regt den visuellen Lernkanal an. Zuhause können Kinder dies natürlich auch selbstständig für die Vorbereitung und Strukturierung von Referaten nutzen. Oder sie erstellen eigenständig Lernposter zu bestimmten Themen. Vielleicht verabreden sie sich dazu noch mit einem Freund. So macht das Lernen gleich doppelt Spaß!

Alle Hilfsmittel nutzen, die es gibt

Wie im normalen Schulunterricht, gibt es auch bei den Sprachreisen kindgerechte Wörterbücher. Wenn die Kinder zum Beispiel ein Tagebuch schreiben oder selbstständig einige Sätze formulieren, dann kommt es öfter mal vor, dass sie ein bestimmtes Wort noch nicht wissen. Dafür sind die Wörterbücher vorhanden und die Kinder können darin selber nachschauen. Dies ist viel effektiver, als wenn ihnen die Wörter von den Sprachdozenten vorgesagt werden.

So üben sie gleichzeitig auch den Umgang mit diesen Nachschlagewerken, was sie in der Schule ja ebenso können müssen. Quasi im Vorbeigehen lassen sich Wörter lernen, die auf Klebezetteln notiert und irgendwo angebracht werden. Bei Fremdsprachen ist dies besonders praktisch, wenn die Bezeichnungen für Alltagsgegenstände gelernt werden sollen. Einfach einen Zettel mit „table“ an den Tisch oder „le lit“ ans Bett geheftet und schon fällt der Blick mehrmals am Tag darauf. Nach einiger Zeit hat sich das Wort gefestigt und man weiß die Übersetzung einfach.

Wichtige Informationen wie Formeln, Merksätze oder Regeln, die man einfach immer wieder durcheinanderbringt, kann man ebenfalls auf Klebezettel schreiben. Die werden dann zum Beispiel am Spiegel über dem Waschbecken angebracht und täglich beim Zähneputzen lernt man diese Dinge ganz nebenbei auswendig. Und dies ist auch gleich ein weiteres wichtiges Mittel beim Lernen: das Üben, und zwar regelmäßig! So prägen sich Inhalte besser ein, denn das Gehirn merkt, dass etwas wichtig ist, wenn man sich häufig damit beschäftigt.

Zu viel des Guten ist wenig hilfreich

Natürlich darf man es beim Lernen auch nicht übertreiben. Irgendwann ist der Kopf voll und nichts geht mehr. Bevor das passiert, sollte eine Pause eingelegt werden. Bei den Sprachreisen für Kinder in den Osterferien ist dies sowieso mit eingeplant, denn der Unterricht findet in kleinen Einheiten statt. Dazwischen gibt es viele Aktivitäten, die für einen angenehmen Ausgleich sorgen. Im Kreativcamp in den Winterferien warten daher spannende Abenteuer, kreative Aktivitäten und viel Bewegung auf die Kinder.


 
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