Regeln für den Fernsehkonsum

Beinahe jedes Kind sieht gerne fern. Und würden die Eltern nicht einschreiten, blieben manche Kinder auch für Stunden vor dem Gerät sitzen. Für sie ist es ein faszinierender Zeitvertreib, dem in vielen Familien auch eine große Bedeutung zu kommt. Denn die durchschnittliche Fernsehzeit einer Person liegt bei über drei Stunden. Was hilft Familien dabei, einen angemessenen Umgang mit dem Medium Fernsehen zu finden? Hier sind einige Vorschläge, welche Regeln und Vorgaben Sie beachten und für die Kinder aufstellen sollten.

Regeln für den Fernsehkonsum

Klein anfangen und auf die Inhalte achten

Kinder unter drei Jahren sollten möglichst kein Fernsehen schauen. Erst ab diesem Alter können die Kinder mit den vielen Bildern und Eindrücken umgehen. Jedoch nur, wenn sie diesen in einer angemessenen Zeitspanne und mit den richtigen Inhalten ausgesetzt sind. Sehr sensible Kinder können mitunter trotzdem überfordert sein. Zu Beginn reichen kurze Sendungen, die nicht länger als 10 Minuten dauern. Das „Sandmännchen“ ist hierfür zum Beispiel geeignet. Kinder zwischen vier und sechs Jahren sollten nicht länger als eine halbe Stunde täglich Fernsehen. Bis zu einem Alter von zehn Jahren genügt eine Dreiviertelstunde und bis 13 Jahre eine ganze.

Dauert ein bestimmter Film länger als diese Zeitspanne, kann dafür an einem anderen Tag eine Fernsehpause eingelegt werden. Um sich nicht von den Sendezeiten abhängig zu machen, ist es praktischer eine bestimmte Sendung im Internet zu schauen. Dann fallen häufig auch die Werbepausen weg. Die Altersfreigaben nach der FSK sollten Eltern nicht pauschal hinnehmen, sondern sich über den Inhalt des Films und dessen Eignung für Kinder vorab informieren. Bestimmte Themen sind für manche Kinder ziemlich aufwühlend, sodass ein anschließendes Gespräch danach wichtig ist. Das gilt insbesondere auch für die Nachrichten, wenn Kinder diese mitbekommen. Genauso sollten Eltern ihre Kinder auf die Wirkung und den Sinn von Werbung aufmerksam machen.

Ein guter Umgang mit dem Fernsehen

Freizeitaktivitäten und der Kontakt zu Gleichaltrigen sollten immer Vorrang vor dem Fernsehen haben. Daher hilft es auch, wenn der Fernseher nicht an einem zentralen Ort in der Wohnung steht. Wenn er zentral angesiedelt ist, heißt das auch, dass er eine größere Bedeutung hat. Aus diesem Grund ist Fernsehen auch ein schlechtes Mittel der Belohnung oder Bestrafung. Wenn Kinder allzu häufig fernsehen (wollen), kann dies eine Flucht aus der Realität darstellen. Eltern sollten sich dann fragen, ob das Kind etwas bedrückt oder es hat Probleme in der Schule. Wenn es draußen regnet oder kalt ist, dann schauen Kinder gerne etwas länger fern.

Und auch die Eltern haben dann oft keine große Lust mit ihren Kindern gemeinsam etwas draußen zu unternehmen. Dann ist so ein Fernsehnachmittag oder -abend auch mal okay. Vielleicht schauen sich ja alle gemeinsam eine Wissens- oder Tiersendung an. Darüber kann man sich danach prima Unterhalten oder bekommt Anregungen für Spiele, Experimente oder Ausflüge. Die Fernsehwelt mit der Realität verbinden, gelingt zum Beispiel sehr gut im Nick Camp. Hier treffen die Kinder auf ihre Helden aus dem Fernsehen und unternehmen mit ihnen spannende Dinge in der realen Welt. Im Abenteuer-Camp geht es zum Beispiel zum Geocaching mit den Turtles und im Talent-Camp tanzen die Kinder wie die Stars aus Spotlight.


 
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