Warum langes Sitzen besonders für Kinder schädlich ist

Kinder haben einen großen Bewegungsdrang. Nicht nur draußen lieben sie es zu klettern, zu balancieren, zu hüpfen und zu rennen. Auch drinnen fällt es so manchem Kind schwer für längere Zeit still zu sitzen. Was besonders in der Schule oder bei den Hausaufgaben zum Problem wird. Dass das Zappeln auf dem Stuhl eigentlich genau das Richtige für die Entwicklung des Kindes ist, sehen viele Eltern erst einmal nicht.

Warum langes Sitzen besonders für Kinder schädlich ist

Doch gerade die Bewegung im Sitzen sollte so häufig wie möglich stattfinden können. Zum Beispiel durch einen ergonomischen Drehstuhl oder häufiges Aufstehen und Bewegen zwischendurch. Denn Kinder brauchen Bewegung! Das dürfte vielen Eltern wiederum klar sein. Denn viel schlimmer als ein zappeliges Kind am Tisch, ist ein Kind das bereits in frühen Jahren unter Rückenschmerzen und ähnlichem leidet.

Der Rücken leidet am meisten unter zu langem Sitzen

Wenn sich Kinder viel bewegen, stärkt das besonders die Rückenmuskulatur die im wahrsten Sinne des Wortes eine tragende Rolle im Körper spielt. Sitzen die Kinder zu lange still, sacken sie quasi in sich zusammen und ihre Körperhaltung leidet auf Dauer. Die Schultern kippen nach vorne, wodurch auch der Brustkorb abgesenkt wird.

Dieser engt dann Atmungs- und Verdauungsorgane ein, sodass diese nicht mehr einwandfrei funktionieren können. Darunter leidet auch das Gehirn, da es nicht mehr genug Sauerstoff bekommt, wenn die Versorgung ins Stocken gerät. Die Folge sind ein Abfall der Leistung und Schwierigkeiten sich zu konzentrieren. Insgesamt nimmt also nicht nur die Aktivität der Muskeln ab, sondern der Körper wird insgesamt auch geschwächt. Rücken- und Kopfschmerzen sind nur zwei direkte Folgen von ausdauerndem Sitzen.

Weitere Erkrankungen sind möglich

Neben dem Herz-Kreislaufsystem leidet besonders auch der Stoffwechsel unter zu langem Sitzen. So sinkt zum Einen der Kalorienverbrauch und andererseits kann es zu Diabetes führen. Dabei ist nicht nur die Dauer des Sitzens zum Beispiel beim Fernsehen oder Hausaufgaben machen ausschlaggebend, sondern auch wie häufig jemand längere Zeit sitzt.

Ebenso strapaziös ist zu langes Sitzen für die Beinvenen. Denn dann sammelt sich das Blut verstärkt in den Beinen, da es nicht wie beim Laufen aktiv durch die Wadenmuskeln nach oben gepumpt wird. Dies wird auch noch durch das Abknicken der Blutgefäße im 90°-Winkel an Knien und Hüfte begünstigt. Dadurch kann es zu Schwellungen der Beine kommen und die Beinmuskulatur lässt ebenso nach.

Krankheiten durch zu langes Sitzen vorbeugen

Damit diese Krankheiten erst gar keine Chance haben, sollten Eltern darauf achten, dass ihre Kinder genügend Bewegung bekommen. Dabei reicht es nicht aus, sich als Ausgleich während der Sportstunde, am Nachmittag oder am Wochenende verstärkt zu bewegen. Stattdessen muss das Sitzen an sich häufiger durch Bewegung unterbrochen werden.

Die Bewegung sollte ein fester Bestandteil im Alltag des Kindes sein. Daher sollten Eltern mit einem guten Beispiel voran gehen. Schon der Weg zur Schule oder Arbeit sollte zumindest teilweise zu Fuß zurückgelegt werden. Wo die Kinder auf jeden Fall ganz viel Bewegung haben, ist im Kreativcamp in den Winterferien. Hier sind Geocaching, Spiele im Dunkeln oder eine Wanderung in den nahegelegenen Ort feste Bestandteile des Programms.


 
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