Was ist ein Ferienlager?

Um die Ferienzeiten mit einer angemessenen Betreuung abzudecken, müssen sich Eltern manchmal schon ganz schön was einfallen lassen. Es gibt viele Möglichkeiten wie Hort, Verwandte, Familienurlaub, Tagesangebote in der Heimatstadt und, und, und … Nicht vergessen sollte man die Ferienlager. Hierbei verreisen die Kinder ohne ihre Eltern gemeinsam mit Gleichaltrigen. Vor Ort kümmern sich Betreuer um die Kinder und organisieren ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm für die Kinder.

Was ist ein Ferienlager?

Die Reiseziele können quer im ganzen Land oder besonders für ältere Kinder auch im Ausland liegen. Außerdem haben die Kinderreisen in den allermeisten Fällen noch ein Thema, welches dabei im Mittelpunkt steht. Für Unterkunft und Verpflegung ist dabei natürlich auch gesorgt. Hauptsächlich finden die Ferienlager in den Sommerferien statt, doch auch im Herbst, zu Ostern oder im Winter gibt es mittlerweile zahlreiche Angebote. Wenn man mit der Familie einen Urlaub macht, steht meistens die Erholung im Zentrum.

Die Eltern brauchen eine Auszeit vom Job, die Kinder von der Schule. Manche wählen dafür das Meer. Dort können sie am Strand relaxen und zwischendurch baden gehen. Auch die Kinder können dort wunderbar Sandburgen bauen und plantschen. Andere zieht es dagegen viel eher ins Gebirge, wo sie Wandertouren durch unberührte Natur unternehmen können oder im Winter Ski fahren können. Anderen reicht der Wald vor dem Fenster, wo sie morgens vom Gesang der Vögel geweckt werden. Seltener fahren Familien in große Städte, zumindest nicht, wenn es sich um eine Inlandsreise handelt. So unterschiedlich die Reiseziele für Familienurlaube sein können, so unterschiedlich sind auch die Destinationen für Ferienlager.

Mehr als Urlaub für den Nachwuchs

Häufig befindet sich ein Feriencamp mitten in der Natur. Denn besonders für Kinder aus der Stadt bietet diese Umgebung viele Entfaltungsmöglichkeiten. Ein starker Kontrast zum Leben in der Stadt sind Ausflüge unter freiem Himmel, Erfahrungen und Abenteuer in der Natur. Außerdem bietet die Natur vielfältige Möglichkeiten zur Bewegung. Denn dieses Bedürfnis ist bei Kindern besonders stark ausgeprägt. Sie wollen sich viel mehr bewegen, als es vielleicht die Eltern wollen, die gerne ein paar Stunden am Stück im Strandkorb oder Liegestuhl sitzen.

Zu Bewegung haben Jungen und Mädchen bei Kinderreisen definitiv die Möglichkeit. Dies ist nicht nur bei speziellen Sportreisen der Fall, sondern eigentlich in allen Camps für Kinder der Fall. Gruppenspiele, Rallyes und Sportturniere sorgen für Bewegung und Spaß. Nebenbei fördern solche Aktionen die Teamfähigkeit sowie andere sozialen Kompetenzen. Ein weiterer Aspekt ist der Bereich des Lernens. Viele Kinderferienlager bieten den Kindern neue Erfahrungen. Sie können dort neue Fertigkeiten erlernen und sich ausprobieren.

Nebenbei entwickeln sie sich auch in anderen Kompetenzbereichen weiter und erwerben neue Fähigkeiten. Zum Beispiel trainieren sie im Fußballcamp ihre spielerischen Fertigkeiten, im Sprachcamp verbessern sie ihre Kenntnisse einer Fremdsprache oder sie erlernen mit Werkzeugen umzugehen bzw. studieren ein Theaterstück ein.

Wie sehen die Rahmenbedingungen aus?

Vor allem die Eltern interessieren sich dafür, wie die Unterkunft und Verpflegung aussieht. Dass die Kinder zu mehreren gemeinsam untergebracht sind, ist Standard. Doch die Art der Unterkunft kann durchaus variieren. Häufig anzutreffen sind Jugendherbergen und Einrichtungen, die speziell auf Kindergruppen vorbereitet sind. Entweder in einem Haus oder in Bungalows seltener auch in Zelten übernachten die Kinder in Mehrbettzimmern mit durchschnittlich zwei bis sechs Kindern. Manchmal befindet sich das Bad direkt am Zimmer dran.

Das ist ein Ferienlager

Üblicherweise gibt es jedoch Duschräume und Toiletten, die zentral liegen. Bettwäsche ist normalerweise auch schon vorhanden. Für Ordnung und Sauberkeit in den Zimmern sind während des Aufenthalts die Kinder selbst verantwortlich. Das Aufräumen und fegen klappt im Team jedoch meist recht gut, sodass die lästige Pflicht nicht unbedingt als solche angesehen wird. Für die Freizeit stehen drinnen Räume zur Verfügung in denen die Gruppe gemeinsam spielen kann oder die Kinder zusammen ihre Freizeit verbringen können, falls es mal regnet.

Je nach Einrichtung gibt es auf dem Außengelände der Unterkunft Spielplatz, Grillecke, Bolzplatz, Tischtennisplatte und ähnliche Angebote. Zumindest ist Platz zum Spielen und Austoben vorhanden, sodass die Kinder auf jeden Fall in Bewegung sind. Auch die Umgebung der Ferienlager lässt sich gut in Freizeitaktivitäten einbinden. So sind Naturerkundungen, Geocaching und Nachtwanderung beliebte Beschäftigungen bei den Kinderreisen. Nicht zu vernachlässigen ist natürlich auch die Erreichbarkeit der Mitarbeiter, sowohl im Büro als auch im Kinderferienlager direkt.

Hier haben viele Anbieter mittlerweile eine Hotline, die bei Fragen oder Problemen rund um die Uhr zur Verfügung steht. Auch dass die Eltern ihre Kinder im Feriencamp erreichen können, ist für beide Seiten wichtig. Den Kindern gibt es Sicherheit, falls sie doch Heimweh bekommen sollten. Und die Eltern können sich auch mal kurz zwischendurch nach dem Befinden des Kindes erkundigen, ohne mit dem Kind selbst sprechen zu müssen.

Vorteile für die Eltern

So ein Ferienlager hat jedoch noch weitere, ganz praktische Vorteile für die Eltern. Wenn sie nicht gemeinsam in den Urlaub fahren oder Verwandte die Betreuung übernehmen können, sind viele Eltern für eine angemessene Alternative dankbar. Kinderreisen bieten genau das, denn die Eltern brauchen auf Arbeit keinen Urlaub zu nehmen und wissen dennoch, dass ihre Kinder in guten Händen sind. Schließlich gibt es noch viele weitere Ferienzeiten zu überbrücken. Und dafür braucht man dann wieder neue Ideen oder andere Camps. Schwierigkeiten bereitet manchen Eltern die Planung der Anreise.

Diese muss oftmals zu einer bestimmten Uhrzeit stattfinden und das erfordert mitunter eine umfassende Planung. Besonders wenn der Job ruft und das Kinderferienlager ein Stück weit entfernt liegt. Dann sind Eltern über alternative Lösungsvorschläge dankbar. Ein solcher sieht zum Beispiel so aus, dass die Kinder von einem zentralen Sammelpunkt abgeholt und dann direkt ins Camp gefahren werden. Dies hat auch den Vorteil, dass die Kinder auf der Hinfahrt schon einige andere Kinder kennenlernen können. Besonders wenn sie alleine verreisen, ist das auch für die Kinder ein Vorteil.

Zudem ist bei einer solchen organisierten Anreise auch ein Betreuer anwesend, der sich während der Fahrt um die jungen Reisenden kümmert. Ein weiterer Effekt ist der Impuls für neue Ideen. Vielleicht gefällt den Kindern die Umgebung so gut, dass sie so davon schwärmen, dass am Ende auch die Eltern für ein paar Tage dorthin reisen wollen.

So läuft ein Ferienlager

Oder die Kinder erlernen eine Sportart oder andere Fertigkeit, die im nächsten Familienurlaub weiter ausgebaut werden kann. Manchmal entdecken die Kinder ein neues Hobby, was sie zuhause weiter ausführen möchten. Schon hat sich eine neue Beschäftigung ergeben, die meistens etwas mit Bewegung zu tun hat und in der Gruppe stattfindet. Eine weitere Gelegenheit also damit die Kinder nicht den ganzen Tag drinnen sitzen.

Viele Kompetenzen stärken

Neben Spaß bei den vielen Aktivitäten im Feriencamp, hat der Aufenthalt dort allerdings noch weitere positive Auswirkungen. Zunächst einmal werden die Kinder selbstständiger. Sie lernen alltägliche Aufgaben eigenständig und weitestgehend ohne Unterstützung von Erwachsenen zu bewältigen. Außerdem gewöhnen sie sich daran von ihren Eltern getrennt zu sein. Das ist besonders bei jüngeren Kindern eine wichtige Erfahrung. Falls sie Heimweh bekommen, haben die Betreuer gute Möglichkeiten dagegen vorzugehen. Manchmal kennt das Kind selbst schon Wege, wie es sich am besten ablenken kann.

Wenn es diese und andere Herausforderungen meistert, gibt ihm das einen kräftigen Schub für das Selbstbewusstsein. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Sozialkompetenz. Diese ist in vielen Bereichen gefragt, besonders auch im späteren Berufsleben. Daher kann man nie früh genug damit anfangen, sie weiterzuentwickeln. Viele Aktivitäten im Ferienlager sind darauf angelegt, dass die Kinder sich gemeinsam mit anderen einer Herausforderung stellen, einander Vertrauen und zusammen arbeiten. Teamarbeit und Kompromissbereitschaft stehen auf jeden Fall im Mittelpunkt.

Ganz nebenbei lernen sie andere Kinder kennen, die teilweise zu echten Freunden werden. Manchmal halten Kontakte, die im Kinderferienlager entstanden noch über die Ferien hinaus an. Und wer weiß, vielleicht sehen sie sich im nächsten Jahr bei der nächsten Reise wieder. Kinderreisen bieten die Möglichkeit seinen Horizont zu erweitern. Sie können in unbekannte Dinge hinein schnuppern, sich ausprobieren sowie ihre Fähigkeiten erweitern und verbessern. Außerdem verlassen sie bei der Reise ihre bekannte Komfortzone.

Nun müssen sie in einer unbekannten Umgebung klarkommen, treffen neue Menschen und finden sich in einer anderen Gemeinschaft wieder. Mit solchen Situationen klarzukommen, hat seinen Vorteil, denn im späteren Leben werden sich die Kinder noch häufiger in solchen wiederfinden. Gleichzeitig lernen sie ihre Grenzen kennen und schaffen es vielleicht sogar sie zu überwinden. Das ist ein weiter wichtiger Schritt zu einem gesunden Selbstbewusstsein.

Was machen die Kinder in einem Ferienlager?

Da es so viele verschiedene Arten von Kinderreisen gibt, ist es schwierig hier eine pauschale Aussage zu treffen. Im Allgemeinen gibt es einen festen Tagesablauf, der Durch die Mahlzeiten strukturiert ist. Manchmal gibt es auch Ausflüge, wodurch sich der Ablauf etwas ändert. Oft gibt es einen Rahmenplan, auf dem die geplanten Aktivitäten aufgeschrieben sind. Dieser dient jedoch nur zur allgemeinen Orientierung und kann sich je nach Wetter, Stimmung und Organisation her auch mal ändern. Zu Beginn gibt es eine Einweisung in Regeln und einen Rundgang.

Außerdem lernen sich die Kinder und Betreuer besser kennen. So fällt besonders Kindern, die alleine angereist sind, der Einstieg leichter, wenn sie noch niemanden dort kennen. Die Aktivitäten, welche den Schwerpunkt des Camps ausmachen, zu einem gewissen Teil obligatorisch so zum Beispiel der Surf-, Sprach oder Kletterunterricht. Darüber hinaus gibt es Aktivitäten, bei denen die Teilnahme freiwillig ist oder wo es Mitspracherecht bei der Gestaltung gibt. Vielleicht möchten nicht alle Kinder an der Nachtwanderung teilnehmen oder sie haben eigene Ideen für ein Sportfest.

Gemeinsam mit den Betreuern gestalten sie dann eine interessante Ferienwoche, die ihnen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Wenn Sie auch Ihrem Kind ermöglichen wollen einmal mit anderen Kindern in ein Feriencamp zu reisen, dann suchen Sie doch gleich für die nächsten Ferien mögliche Reisen heraus. Am besten geschieht das natürlich mit Ihrem Kind gemeinsam. Denn so beugen sie Enttäuschungen vor, falls Sie das falsche Thema gewählt haben. Vielleicht reist Ihr Kind dann schon in den kommenden Ferien in ein Ferienlager.

Reisemeise  
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