Wie entsteht das Baumhaus im Baumhaus-Camp?

Ein Baumhaus zuhause im eigenen Garten haben sicher einige Kinder. Doch selber daran mitgebaut, haben davon schon weniger Kinder. Im Baumhauscamp in den Sommerferien ist das anders. Dort übernehmen die Kinder die Planung und den Bau des Baumhauses hoch oben in einem Baum. Nicht nur Jungen, sondern auch Mädchen ab 8 Jahren können hier ihren Traum vom eigenen Haus verwirklichen. 

Einige Eltern haben vielleicht Bedenken, dass es für ihr Kind zu gefährlich sein könnte. Immerhin arbeiten die Kinder mit richtigen Werkzeugen wie Hammer, Brecheisen und Säge. Doch da können sie beruhigt werden! Die Kinder werden natürlich die ganze Zeit über während des Baus beaufsichtigt und wenn nötig von den Betreuern auch praktisch unterstützt. Außerdem erhalten sie zu Beginn des Camps eine Einweisung, welche Sicherheitsregeln im Camp eingehalten werden müssen und wie die Werkzeuge korrekt verwendet werden.

Wie entsteht das Baumhaus

In kleinen Gruppen wird losgelegt

Wenn das Baumhaus-Camp ausgebucht ist, sind 14 bis 16 Kinder vor Ort. Diese können natürlich schlecht alle gleichzeitig mitbauen. Aber das ist auch gar nicht so gewollt. Erstens kann das handwerkliche Arbeiten besonders für jüngere Kinder irgendwann ganz schön anstrengend werden und zweitens wollen die Kinder ja auch Baden gehen, Fußball spielen oder einfach mal relaxen.

Dann ist es praktisch, dass sich die Kinder beim Bauen abwechseln und die Pausen dazwischen bereits fest eingeplant sind. Eine Anzahl von fünf bis sieben Kindern hat sich für die bauende Gruppe bewährt. So ist genügend Platz, um sich nicht gegenseitig zu behindern. Es sind aber auch ausreichend Kinder da, die dann einander beim Bearbeiten und Tragen der Holzbretter unterstützen können.

Daher achten die Betreuer auch darauf, dass möglichst Kinder unterschiedlichen Alters in einer Gruppe zusammenarbeiten. Von der Verteilung der Kräfte her, sind sie dann besser aufgestellt.

Erst planen - dann Material und Werkzeug holen

Die Plattform und einige Stützpfeiler sind bereits am Baum befestigt, sodass die Kinder gleich mit den Wänden und dem Dach loslegen können. Zunächst überlegen sie dann, womit sie beginnen wollen und wie das Baumaus am Ende überhaupt aussehen soll. Da haben die Kinder meist schon recht konkrete Vorstellungen, die mitunter sehr interessant sind. Wände und Dach gehören ja sowieso dazu, aber wie wäre es mit einem Balkon oder mehreren „Zimmern“ innerhalb des Baumhauses?

Dann sägen die Kinder die Bretter auf die richtige Länge zurecht und befördern sie auf die Bodenplattform. Dort nageln andere Kinder die Bretter fest, sodass nach und nach eine Außenwand, das Dach oder eine Raumunterteilung entsteht. Dabei dürfen natürlich nicht die Fenster vergessen werden! Manche Kinder haben auch gute Ideen, wie sie das Baumhaus noch weiter ausstatten können. Da werden dann Tisch und Stühle, Bänke oder eine Leiter zur Dachterrasse hergestellt. So sieht das Baumhaus in diesem Camp jede Woche anders aus! Und die Kinder sind immer wieder stolz auf ihr Werk, das sie geschaffen haben.


 
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