Klettern aus den Augen unserer Teilnehmer

„Klettern kann man nicht erklären! ...

… Man klettert halt von Stein zu Stein und hält sich fest. Zur Sicherung sitzt man in einem Gurt. Unten sichern zwei Leute“ So einfach erklärt ein Mädchen (11 Jahre), das in diesen Sommerferien an einem Klettercamp teilnahm, diese Sportart. Ein anderes Kind (12 Jahre) beschreibt es so: „Klettern ist ein Sport, wo man nachdenken kann und Spaß haben kann.“

Das Klettercamp findet im Elbsandsteingebirge statt und dauert sechs Tage. Es beinhaltet eine theoretische und praktische Einführung ins Klettern. Zusätzlich finden aber auch andere Aktivitäten statt wie Wanderungen durch das Gebirge, Richtung tschechische Grenze und ins Nachbardorf. Außerdem können die Kinder auf der Wiese hinter dem Haus Fußball und Volleyball, Fangen, Verstecken oder Frisbee spielen.

Die Biela, welche direkt hinter dem Haus entlang fließt, bietet an heißen Sommertagen eine willkommene Abkühlung oder lädt zum Brücken und Staudamm bauen ein. Letztere müssen jedoch am Ende des Tages wieder abgebaut werden, damit der Fluss bei starkem Regen nicht über die Ufer tritt.

Klettern aus Sicht der Teilnehmer

  • „Wir haben viel übers Klettern gelernt! Unser Kletterlehrer war sehr nett zu uns.“ (Junge, 11 Jahre)
  • „Ich habe gelernt, dass dieser Karabiner Twistlock heißt. … Ich weiß jetzt, was ein HMS [ein Knoten beim Absichern] ist. (Junge, 10 Jahre) Die meisten Kinder kommen ohne jegliche Vorkenntnisse in dieses Camp, doch diese brauchen sie auch gar nicht. Der ausgebildete, erfahrene Kletterlehrer beginnt mit einer Einführung bei der er die Materialien und Abläufe kindgerecht und anschaulich erklärt. Die Gurte samt Bandschlinge, zweier Karabiner sowie einer Abseil-Acht durften die Kinder die Woche über behalten. So übernahmen sie die Verantwortung für das überlassene Material und konnten sich die Gurte vor dem Klettern schon immer selbst anlegen
  • „War am Anfang hoch, dann ging es.“ (Junge, 10 Jahre) • „Klettern war sehr cool und lustig. Kletten war auch ein bisschen schwer“ (Junge, 9 Jahre)
  • „Ich hab die schwerste Route geschafft, aber die beiden leichten nicht“ (Mädchen, 9 Jahre)

Für den Anfang gingen die Kinder an Übungsfelsen, die nicht höher als acht oder zehn Meter waren. Der Kletterlehrer bereitete mehrere Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden vor. Dann zeigte er den Kindern nochmals wie man richtig klettert und absichert. Und dann ging es für die Kinder auch schon los! Wenn das Wetter einmal nicht mitspielte und die Felsen noch zu nass zum Klettern waren, hat den Kindern gefallen, dass sie „die Höhlen erforschen durften“.

Mit Helm und Lampe führte der Kletterlehrer die Kinder in unterschiedliche Höhlen. Teilweise mussten sich die Kinder durch enge Spalten zwängen. Eine besondere Mutprobe für einige Kinder war es sicher, als für einige Zeit alle Lampen ausgeschaltet wurden. Da konnten die Kinder einmal die totale Finsternis erleben. Auf jeden Fall hat die Woche im Klettercamp allen Kindern großen Spaß gemacht und sie haben dabei auch noch etwas Neues gelernt. Vielleicht findet der eine oder andere dadurch zu einem neuen Hobby.


 
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