Mathe macht Spaß

Mathematik ist für viele Kinder das am wenigsten geliebte Fach. Das liegt häufig daran, dass in der Schule oft sehr abstrakt vorgegangen wird und das Lernen gleichzeitig auch noch mit Erfolgsdruck verbunden ist. Dabei haben schon Babys ein mathematisches Grundverständnis und können bereits mit wenigen Monaten Mengen unterscheiden.

Und im Alltag verstecken sich viele Handlungen und Muster, die mathematischer Natur sind. Sie werden von den Kindern durch eigenständiges Ausprobieren ganz unbewusst aufgenommen und im Kindergarten auch noch spielerisch gefördert. Dieser Ansatz sollte auch im Grundschulalter fortgeführt werden. Denn so fällt es den Kindern leichter einen Zugang in diese wenig anschauliche Welt zu erhalten.

Mathe macht Spaß

Sich spielerisch die Welt der Zahlen erobern

Brettspiele bei denen ein Würfel eingesetzt wird, tragen einen großen Teil zum Zahlenverständnis bei. Auch im Alltag können Eltern beim Einkaufen, Kochen oder Wäschewaschen Mengen und Größen veranschaulichen. Beim Backen braucht man viel Mehl aber weniger Zucker, auf eine Wäscheleine passen acht Socken, aber nur zwei T-Shirts.

Bereits vor dem Schuleintritt lässt sich bei Kindern so das Verständnis für Zahlen im Raum bis zehn verinnerlichen. Bei Grundschülern ist dann das Raum-Lage-Bewusstsein von größerer Bedeutung. Viele Alltagsgegenstände lassen sich bestimmten Formen und Körpern zuordnen. Während die Symbole auf den Etiketten der Kleidung zweidimensional abgebildet sind, zeigen Keksdose und Salzfass, was dreidimensionale Körper sind. Auch dass Kinder sich vorstellen können, wie ein Gegenstand auf einem Bild oder Foto in der Wirklichkeit aussieht, verlangt von ihnen einiges an Vorstellungskraft. Wichtig ist das räumliche Denken vor allem auch im Straßenverkehr, wo Kinder Entfernungen zu fahrenden Autos einschätzen und wissen müssen, ob der Lastwagenfahrer sie auch gesehen hat.

Dies kann am besten bei Radtouren mit den Eltern trainiert werden. Zuerst sollten ungefährliche und verkehrsarme Strecken gewählt werden. Bei älteren Kindern kann der Schwierigkeitsgrad dann langsam erhöht werden. Eine gute Möglichkeit ist dabei auch der Besuch eines Verkehrskindergartens oder dem Üben vor der Haustür mit selbstgebauten oder mit Kreide aufgemalten Hindernissen.

Sportlich und ohne Frust

Beim Radfahren wird insbesondere auch der Gleichgewichtssinn gefördert. Auch durch Bewegung beim Rennen, Klettern und Balancieren werden viele Synapsen im Gehirn miteinander verknüpft. Diese erleichtern Kindern das Lernen und Denken, sodass sie ein wenig bessere Noten in der Schule haben als Kinder, die motorisch nicht so geschickt sind. Wenn Kinder dennoch gravierende Verständnisprobleme haben und im Unterricht nicht mitkommen, sollten die Probleme möglichst genau festgestellt werden.

Denn stundenlanges Üben vor Mathebuch und Rechenheft steigert nur noch die Unlust. Stattdessen sollten Lehrer und Eltern miteinander sprechen, ganz gezielt Übungen und Spiele für die jeweiligen Schwierigkeiten heraussuchen sowie Stärken hervorheben und loben. So wird die Motivation der Kinder gesteigert, der langfristig gesehen eine große Bedeutung zukommt. Denn Kindern, die Spaß an Mathe haben, fällt das Fach auch später leichter.


 
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